Bissrekonstruktion
Kurz erklärt: Bissrekonstruktion
- Eine Bissrekonstruktion stellt eine funktionelle Bisslage wieder her.
- Sie kann bei CMD, Knirschen oder verlorener Bisshöhe sinnvoll sein.
- Ziel ist es, Zähne, Kiefer, Muskulatur und Bewegungsapparat gemeinsam zu entlasten.
- Eine Schiene kann die neue Bissposition zunächst testen.
- Metallfreie Keramik kann den Biss dauerhaft stabilisieren.
- Wann kann eine Bissrekonstruktion sinnvoll sein?
- Was ist eine Bissrekonstruktion?
- Welche Beschwerden können durch einen falschen Biss entstehen?
- CMD und Bissrekonstruktion
- Bisshöhe und Biologische Zahnmedizin
- Unser Behandlungsansatz für die Wiederherstellung des Bisses
- Metallfreie Versorgung mit Keramik
- Für wen eignet sich die Behandlung?
- Häufige Fragen zur Bissrekonstruktion in Hamburg
Wann kann eine Bissrekonstruktion sinnvoll sein?
Ein gesunder Biss bedeutet mehr als gerade Zähne. Wenn Ober- und Unterkiefer nicht harmonisch zusammenarbeiten, kann das gesamte Kausystem aus dem Gleichgewicht geraten. Betroffen sind nicht nur Zähne und Kiefergelenke, sondern häufig auch Kaumuskulatur, Nacken, Schultern, Rücken, Becken und Körperhaltung – ganzheitlich gedacht also „von Zahn bis Zeh“. Viele Patientinnen und Patienten bemerken zunächst Verspannungen, Kopfschmerzen, Kieferknacken, Knirschen oder das Gefühl, nicht mehr richtig zubeißen zu können.
In unserer Zahnarztpraxis in Hamburg-Bramfeld betrachten wir die Wiederherstellung der Bisslage im Sinne der Biologischen Zahnmedizin ganzheitlich. Bei der Bissbestimmung beziehen wir deshalb immer Osteopathie, Chiropraktik oder Physiotherapie mit ein, damit Kiefer, Muskulatur und Bewegungsapparat gemeinsam beurteilt werden. Ziel ist eine stabile, funktionelle und möglichst körperverträgliche Bisslage.
Eine Bissrekonstruktion in Hamburg kann besonders sinnvoll sein, wenn die Bisshöhe verloren gegangen ist, Zähne stark abgenutzt sind, alter Zahnersatz nicht mehr passt, Zähne fehlen oder Beschwerden im Sinne einer CMD bestehen. Auch im Rahmen einer umfassenden biologischen Zahnsanierung, etwa nach Metallsanierung oder Störfeldsanierung, spielt die richtige Bisslage eine zentrale Rolle.
Was ist eine Bissrekonstruktion?
Unter einer Bissrekonstruktion versteht man die Wiederherstellung einer gesunden und funktionellen Bisssituation. Dabei wird geprüft, wie Oberkiefer und Unterkiefer zueinanderstehen, wie die Zähne Kontakt haben und wie sich der Unterkiefer beim Kauen, Sprechen und Schlucken bewegt.
Im Mittelpunkt steht häufig die Bisshöhe. Sie beschreibt den Abstand zwischen Ober- und Unterkiefer beim Zusammenbeißen. Geht diese Höhe verloren, verändert sich die Position des Unterkiefers. Die Kiefergelenke werden anders belastet, die Kaumuskulatur muss mehr ausgleichen und einzelne Zähne können überlastet werden.
Häufige Ursachen für eine veränderte Bisshöhe sind
- Zähneknirschen, Pressen,
- Zahnverlust,
- alte Kronen oder Brücken,
- stark abgenutzte Zähne,
- umfangreiche Füllungen,
- eine frühere Zahnsanierung.
Ziel ist es, diese Situation nicht nur optisch, sondern vor allem funktionell zu korrigieren.
Welche Beschwerden können durch einen falschen Biss entstehen?
Ein falscher Biss verursacht nicht immer sofort Schmerzen. Oft kompensiert der Körper Fehlbelastungen über Jahre. Erst wenn diese Ausgleichsmechanismen erschöpft sind, entstehen Beschwerden.
Mögliche Anzeichen sind
- Kiefergelenkschmerzen, Kieferknacken,
- verspannte Kaumuskulatur,
- Kopfschmerzen durch falschen Biss,
- Nackenverspannungen durch Biss, Rückenbeschwerden,
- Ohrdruck, Tinnitus
- Schwindel,
- empfindliche Zähne,
- Knirschen, Pressen
- unruhiger Schlaf.
Wichtig ist: Solche Beschwerden können viele Ursachen haben. Eine sorgfältige Diagnostik zeigt, ob der Biss beteiligt ist und ob eine Bisskorrektur sinnvoll sein kann.
CMD und Bissrekonstruktion
CMD steht für craniomandibuläre Dysfunktion. Gemeint ist eine Funktionsstörung im Zusammenspiel von Zähnen, Kiefergelenken, Kaumuskulatur und Schädel. Eine CMD Behandlung kann verschiedene Schritte umfassen: Funktionsdiagnostik, Schienentherapie, osteopathische Begleitung und bei Bedarf eine dauerhafte Korrektur der Bisslage.
Dabei wird nicht einfach neuer Zahnersatz angefertigt. Zunächst wird geprüft, welche Bissposition den Körper entlastet. Diese Position kann über eine Aufbissschiene oder Funktionsschiene getestet werden, bevor sie später dauerhaft in Keramikversorgungen oder Zahnersatz übertragen wird.
Bisshöhe und Biologische Zahnmedizin
In der Biologischen Zahnmedizin wird die Bisshöhe nicht nur mechanisch betrachtet. Sie kann aus ganzheitlicher Sicht Einfluss auf Muskulatur, Körperstatik, Regulation und das vegetative Nervensystem nehmen.
Eine individuell passende Bisserhöhung kann dazu beitragen, den Unterkiefer neu zu positionieren und Strukturen im Kopf-Hals-Bereich zu entlasten. In biologischen Konzepten wird außerdem berücksichtigt, dass eine gut eingestellte Bisshöhe den Körper in Richtung Parasympathikus unterstützen kann – also in den Bereich von Ruhe, Regeneration und Heilung.
Bei Dr. Schütte kann die passende Bisshöhe unter anderem mit der Autonomen Regulationstestung – auch Autonomer Response Test, kurz ART, genannt – nach Dr. Klinghardt überprüft werden. Ziel ist eine Bissposition, die nicht nur zahnmedizinisch funktioniert, sondern vom Körper möglichst gut angenommen wird.
Unser Behandlungsansatz für die Wiederherstellung des Bisses
Jeder Biss ist individuell – und jeder Körper reagiert anders auf Fehlbelastungen, muskuläre Spannungen oder eine veränderte Bisshöhe. Ziel ist es, nicht nur die Zahnkontakte zu korrigieren, sondern die Ursachen der Beschwerden besser zu verstehen und den gesamten Organismus in die Behandlung einzubeziehen.
Anamnese und Diagnostik
Eine erfolgreiche Bissrekonstruktion in Hamburg beginnt mit einer gründlichen Untersuchung. Denn nur wenn die Ursachen der Fehlbelastung erkannt werden, lässt sich der Biss sinnvoll rekonstruieren.
Wir erfassen Ihre Krankengeschichte, Ihre aktuellen Beschwerden und Ihre zahnmedizinische Vorgeschichte. Dabei geht es nicht nur um Zähne und Zahnersatz, sondern auch um mögliche Zusammenhänge mit Kiefergelenken, Muskulatur, Nacken, Rücken und Bewegungsapparat.
Anschließend untersuchen wir Ihre Zahnkontakte, Ihre Kiefergelenke, die Kaumuskulatur und vorhandene Versorgungen wie Füllungen, Kronen, Brücken oder Prothesen. Je nach Befund kann ergänzend eine moderne Röntgendiagnostik sinnvoll sein, um Zähne, Kieferknochen, vorhandene Versorgungen und mögliche entzündliche oder strukturelle Veränderungen genauer zu beurteilen.
So können wir erkennen, ob ein falscher Biss, eine abgesunkene Bisshöhe, CMD, Knirschen oder alter Zahnersatz an Ihren Beschwerden beteiligt sein können.
Osteopathische und naturheilkundliche Begleitung
Ein besonderer Vorteil ist die enge Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern aus Osteopathie und Heilpraktik im selben Gebäude. Gerade bei komplexen Beschwerden kann diese interdisziplinäre Sicht helfen, Zusammenhänge zwischen Kiefer, Muskulatur, Haltung und Bewegungsapparat besser zu verstehen.
Da der Biss eng mit dem gesamten Bewegungsapparat verbunden ist, arbeiten wir bei der Bissbestimmung je nach Situation mit erfahrenen Kooperationspartnern aus Osteopathie, Chiropraktik oder Physiotherapie zusammen. Denn Kiefer, Wirbelsäule, Becken, Muskulatur und Körperstatik beeinflussen sich gegenseitig. Ein falscher Biss kann Rückenbeschwerden begünstigen – umgekehrt kann eine veränderte Körperstatik auch dazu führen, dass der Biss nicht mehr stimmig wirkt.
Mithilfe der Autonomen Regulationstestung (ART) nach Dr. Dietrich Klinghardt kann zusätzlich geprüft werden, welche energetischen Blockaden oder Regulationsstörungen mit dem falschen Biss zusammenhängen können. Dieser Schritt ist im Rahmen der Biologischen Zahnmedizin besonders wichtig, weil nicht nur mechanische Zahnkontakte, sondern auch die individuelle Reaktion des Organismus berücksichtigt wird. So lässt sich beispielsweise testen, ob eine bestimmte Bisshöhe oder Schienenposition vom Körper als entlastend wahrgenommen wird und die körpereigene Regulation unterstützt.
Biss-Analyse nach Entspannung der Kaumuskulatur
Bevor der Biss exakt analysiert wird, erfolgt die Entspannung der Kaumuskulatur mithilfe eines besonderen manuellen Verfahrens. Das ist wichtig, weil verspannte Muskeln die tatsächliche Bisssituation verfälschen können. Erst wenn die Muskulatur möglichst gelöst ist, lässt sich beurteilen, welche Bisslage für den Körper wirklich sinnvoll ist.
In der anschließenden Biss-Analyse wird die zuvor entspannte Kiefer- und Kaumuskulatur genutzt, um die tatsächliche Bisslage möglichst unverfälscht zu beurteilen. Dabei wird geprüft, wie Ober- und Unterkiefer zueinanderfinden, welche Zahnkontakte störend wirken und welche Bisshöhe für Kiefer, Muskulatur und Bewegungsapparat funktionell entlastend sein kann. Auf dieser Grundlage legen wir fest, ob eine Bisskorrektur notwendig ist und welche therapeutischen Schritte dafür infrage kommen.
Bisskorrektur mit Aufbiss- oder Funktionsschiene
Wenn eine Korrektur notwendig ist, fertigen wir eine individuell angepasste Aufbissschiene oder Funktionsschiene an. Diese Schiene nimmt die geplante neue Bisslage vorweg. Sie kann helfen, die Kiefergelenke zu entlasten, die Muskulatur zu entspannen und Beschwerden wie Kiefergelenkschmerzen, Kopfschmerzen oder Nackenverspannungen durch einen falschen Biss positiv zu beeinflussen.
Im biologischen Konzept wird die Schiene zusätzlich mithilfe von ART ausgetestet. Ziel ist eine Bissposition, die nicht nur mechanisch passt, sondern auch das vegetative Nervensystem entlastet. Die individuell getestete Schiene kann dabei helfen, den Körper stärker in Richtung Parasympathikus zu bringen – also in den Bereich von Ruhe, Regeneration und Heilung. Gleichzeitig kann sie die natürlichen Entgiftungsvorgänge im Kopf- und Halsbereich unterstützen.
Entgiftung, Zwischenlösungen und Zahnersatz
Je nach Ausgangssituation erstellen wir im weiteren Verlauf Zwischenlösungen, um die Behandlung fortzuführen und den neuen Biss im Alltag zu überprüfen. Dazu können provisorische Versorgungen oder Langzeitprovisorien gehören. Sie dienen dazu, die neue Bisshöhe zu stabilisieren und zu testen, bevor der endgültige Zahnersatz gefertigt wird.
Während dieser Phase begleiten wir den Fortschritt Ihrer Behandlung engmaschig. In bestimmten Zeitabständen erfolgen Kontrolltermine, Einschleiftermine und bei Bedarf weitere ART-Testungen. So kann die Bisslage Schritt für Schritt verfeinert werden.
Erst wenn der Biss stimmt, die Muskulatur entspannter reagiert und die neue Position stabil ist, wird der endgültige Zahnersatz geplant. Dieser kann im Sinne der Biologischen Zahnmedizin metallfrei und mit hochwertigen keramischen Materialien umgesetzt werden.
Metallfreie Versorgung mit Keramik
In der biologischen Zahnheilkunde werden bevorzugt metallfreie und gut verträgliche Materialien verwendet. Für den dauerhaften Aufbau der neuen Bisslage eignen sich häufig keramische Versorgungen wie Kronen, Teilkronen oder Brücken. Keramik ist stabil, ästhetisch hochwertig und körperverträglich.
Gerade nach einer Metallsanierung oder Störfeldsanierung ist es wichtig, den neuen Biss sorgfältig aufzubauen. Eine stabile Bisslage schützt die neuen Versorgungen, entlastet Zähne und Kiefergelenke und bildet die Grundlage für eine langfristig funktionelle Zahnsanierung.
Für wen eignet sich die Behandlung?
Eine Bissrekonstruktion eignet sich für Patientinnen und Patienten mit stark abgenutzten Zähnen, verlorener Bisshöhe, CMD, Kiefergelenkschmerzen, Knirschen, altem Zahnersatz, Zahnverlust oder geplanter biologischer Zahnsanierung.
Auch Menschen mit Kopf-, Nacken- oder Rückenbeschwerden, bei denen ein Zusammenhang mit dem Kausystem vermutet wird, können von einer funktionellen Diagnostik profitieren. Besonders sinnvoll ist die Behandlung für Patientinnen und Patienten, die Wert auf Biologische Zahnmedizin, metallfreie Materialien und ein ganzheitliches Behandlungskonzept legen.
Häufige Fragen zur Bissrekonstruktion in Hamburg
Was ist eine Bissrekonstruktion?
Eine Bissrekonstruktion stellt eine funktionelle Bisslage wieder her. Dabei werden Zahnkontakte, Bisshöhe, Kiefergelenke und Kaumuskulatur so aufeinander abgestimmt, dass Ober- und Unterkiefer harmonischer zusammenarbeiten.
Wann ist eine Korrektur der Bisslage sinnvoll?
Sie kann sinnvoll sein bei stark abgenutzten Zähnen, Zahnverlust, altem Zahnersatz, Knirschen, CMD oder wenn nach einer biologischen Zahnsanierung eine neue stabile Bisslage aufgebaut werden soll.
Was bedeutet Bisshöhe?
Die Bisshöhe beschreibt den Abstand zwischen Ober- und Unterkiefer beim Zusammenbeißen. Ist sie abgesunken, kann das Kausystem stärker belastet werden.
Kann ein falscher Biss Kopfschmerzen auslösen?
Ein falscher Biss kann Kaumuskulatur und Kiefergelenke überlasten. Dadurch können Kopfschmerzen, Nackenverspannungen oder Gesichtsschmerzen begünstigt werden.
Was hat der Biss mit dem Rücken zu tun?
Kiefer, Nacken, Wirbelsäule und Becken sind über Muskeln, Faszien und Nerven verbunden. Deshalb kann ein falscher Biss Rückenbeschwerden begünstigen. Umgekehrt kann auch eine veränderte Körperstatik dazu führen, dass die Zahnkontakte nicht mehr harmonisch wirken. Deshalb beziehen wir bei der Bissbestimmung Osteopathie, Chiropraktik oder Physiotherapie mit ein.
Warum wird eine Schiene eingesetzt?
Eine Schiene hilft, eine neue Bisslage zu testen, bevor sie dauerhaft umgesetzt wird. Sie kann Kiefergelenke und Muskulatur entlasten und Zähne vor Knirschen schützen.
Warum wird Zahnersatz nicht sofort endgültig angefertigt?
Bei größeren Veränderungen sollte die neue Bisslage zuerst getestet werden. Erst wenn sie stabil und angenehm ist, wird der endgültige Zahnersatz geplant.
Welche Materialien werden verwendet?
In der biologischen Zahnmedizin kommen bevorzugt metallfreie Materialien zum Einsatz, insbesondere Keramik. Sie ist stabil, ästhetisch und gut verträglich.
Wie lange dauert eine Bissrekonstruktion?
Das hängt vom Umfang der Behandlung ab. Eine Schienentherapie kann relativ schnell starten, eine umfangreiche Rekonstruktion mit Provisorien und keramischem Zahnersatz kann mehrere Monate dauern.
Wie hoch sind die Kosten?
Die Kosten einer Bissrekonstruktion in Hamburg hängen stark vom individuellen Befund und vom Umfang der Behandlung ab, zum Beispiel davon, ob eine Schiene, Zwischenlösungen oder keramischer Zahnersatz notwendig sind. Nach der Diagnostik besprechen wir die sinnvollen Schritte und die zu erwartenden Kosten transparent mit Ihnen. Ob gesetzliche oder private Krankenkassen einen Teil übernehmen, hängt vom Tarif, der medizinischen Notwendigkeit und dem Behandlungsumfang ab.